Krankenzusatzversicherungen = heutzutage wichtig, aber bezahlbar ?
ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert ... Karl Marx ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht ... *** Du kannst dem Leben nicht mehr Tage geben,aber dem Tag mehr Leben... ***
Oh Gott, Ludger, was für ein schwieriges Thema....
Nicht, daß einer denkt, ich hätte Ludger dazu aufgefordert, dieses Thema reinzusetzen. Ich habe mir immer gesagt, hier im Stübchen hat Werbung oder der Verkauf irgendwelcher Dinge nichts zu suchen.
Trotzdem, ich bin seit 1975 in der Versicherungsbranche tätig, und möchte daher was dazu sagen.
Es gibt zwei Kategorien von Kunden. Die erste Kategorie besteht aus Kunden, die es noch gar nicht sind, bei denen ich den Bedarf und das Interesse für eine Versicherung wecken muß. Hier ist es sehr oft so, daß vor allem bei jüngeren Leuten die Notwendigkeit einer Versicherung nicht erkannt oder verdrängt wird. Da ist anderes wichtiger: neues Auto, Disco, Urlaub.
Die zweite Kategorie besteht meist aus etwas älteren Leuten, die auf Grund eines Erlebnisses oder des aktuellen Bedarfs auf uns zukommen, um ein Risiko zu versichern, bei dem es oft manchmal schon zu spät ist.
Aus meiner persönliche Einschätzung ist es so, daß ich die Versicherungen für absolut wichtig finde, wo man finanzielle Risiken schlecht abschätzen kann.
Wie in der Haftpflichtversicherung. Man verursacht beispielsweise als Fahrradfahrer einen Unfall. Wer weiß, ob es bei einem Kratzer im beschädigten Auto bleibt oder ein Insasse so schwer verletzt wird, daß er sein Leben lang nicht mehr erbeiten kann.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung. Mit welch dürftiger Rente müssen viele Menschen in unserem Land auskommen. Wir wissen alle, wie schnell das Schicksal zuschlagen kann.
Die Unfallversicherung. Im Falle einer Invalidität. Beim Freizeitunfall ist die gesetzliche Absicherung auch sehr dürftig.
Die Lebensversicherung. Was passiert mit der Witwe, wenn der verstorbene Ehemann ein nicht bezahltes Haus zurücklässt ?
Für Sachversicherungen, Hausrat, Wohngebäude oder Rechtsschutzversicherung würde ich eine überschaubare Selbstbeteiligung vereinbaren, um die Beiträge erträglich zu gestalten. 100 bis 200 € sind doch o.k. Bringt niemanden an den Rand des Ruin's. Und die Versicherungs- gesellschaften sehen dies gerne, hält man sich doch so die ganzen Kleinstschäden vom Leibe.
Hab ich noch was vergessen ? Ach ja, die Krankenversicherung. Es gibt auf dem Markt viele Arten von Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenversicherung. Jeder muß für sich selbst entscheiden, ob es ihm wichtig ist, eine neue Brille bezahlt zu bekommen, oder die Heilpraktikerrechnung. Zahnzusatzversicherung halte ich schon für sehr sinnvoll, ich brauche nur an mich selbst zu denken, was ich schon für Geld für Zahnersatz ausgegeben habe. Pflegezusatzversicherung hilft im Falle des Falles auch sehr viel weiter. Und wer im Krankenhaus einmal die Vorzüge genossen hat, privat behandelt zu werden, der macht eine Zusatzversicherung dafür.
Schlußendlich noch mein Angebot. Ich bin im Besitz einer sehr interessanten Broschüre, die ich jedem, der Interesse hat, zu Verfügung stelle.
Nochmal zum Schluß. Ich gehe niemandem hier im Stübchen auf den Geist.
Danke Klaus, das ist wirklich sehr informativ. Ich werde das mal meinen Kindern zu lesen geben. Als die Beiden mit der Lehre anfingen haben ich sie zu einer Berufsunfähigkeitsrente gedrängt. Alles Andere steht noch aus, da wir ja noch in einem Haushalt leben. Nochmals danke für den Rat des Fachmannes
ich kann mich als mitarbeiter einer konkurrenz deinen ausführungen nur anschließen.
bei der absicherung einer immobilie sollte aber auch eine finanzierung über eine lebensversicherung nicht ausser acht gelassen werden. oftmals werden dabei die günstigsten zinssätze angegeben.
Wir haben natürlich eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung. Das sind ja die wichtigsten Versicherungen, die man haben sollte. Mein Mann hat zusätzlich noch eine Kfz-Versicherung. Wir beide haben noch je eine Rentenversicherung als Altersvorsorge. Daran sollte man ja heutzutage auch denken, wenn man im Alter nicht in Armut leben will.
Wir haben neben der wichtigen Hausrat-, Haftpflicht- und Kfz-Versicherung auch eine Zahnzusatzversicherung sowie Unfallversicherung abgeschlossen. Die Beiträge für eine BU-Versicherung sind uns zu hoch. Darum haben wir diese Versicherung nicht.
Ganz wichtig sind die private Haftpflicht- und Krankenversicherung (privat oder gesetzlich). Zudem solte man eine Hausratversicherung abschließen, wenn man teuren Hausrat hat. Spezielle Versicherungen, die benfalls wichtig sind, sind die Tierhaftpflicht- sowie Kfz-Haftpflicht-Versicherung. Die Eu-/BU-Versicherung finde ich nicht so wichtig.
Ich hab nur Kfz und ganz normale Krankenversicherung.Da sogar einen Selbstbehalt von glaub 5000sfr. Das heisst ich bezahl viel weniger Beitrag. Da ich sowieso nie zum Arzt gehe ist das für mich die günstigste Variante.Nötige Medikamente oder Salben , besorg ich mir in den Ferien sehr günstig. Bis 65 hate ich eine Kapitallebensversicherung, die dann ausbezahlt wurde. Ich bin kein ängstlicher Mensch und vielleicht auch zu gleichgültig solchen Sachen gegenüber.Wenn ich desswegen mal verarmen sollte, dan ist das halt so. Ich kann auch mit sehr wenig Geld auskommen. Schränkt in keiner Weise meine Lebensfreude ein. Grüsse Ursula
Wir haben natürlich eine private Haftpflichtversicherung und Hausratversicherung abgeschlossen. Zudem haben wir noch eine Kfz-Versicherung sowie Rechtsschutzversicherung. Über eine Zahnzusatzversicherung haben wir schon nachgedacht, jedoch noch nicht abgeschlossen. Denkt ihr, dass sich eine solche Versicherung lohnt abzuschließen?
meine Regierung hat eine Zahnzusatzversicherung und für das Krankenhaus eine Zusatzversicherung.
ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert ... Karl Marx ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht ... *** Du kannst dem Leben nicht mehr Tage geben,aber dem Tag mehr Leben... ***
Zitat von ginasiEine Erwerbsunfähigkeits- bzw. Berufsunfähigkeitsversicherung halte ich für wichtiger als eine Zahnzusatzvers.
Hallo Gisela, du magst schon Recht haben. Jedoch sind die Beiträge für diese Versicherungen nicht gerade gering. Das muss man ja auch finanzieren können. Zudem weiß man nicht, ob dann die Versicherung immer gleich sofort zahlt. Daher bin ich bei diesen Versicherungen vorsichtig.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert dem Betreffenden jedoch auch das fehlende Einkommen im Leistungsfall. Natürlich ist dies mit einem anderen Beitragsaufwand verbunden als bei einer Zahnzusatzversicherung. Hier werden alle paar Jahre mal ein paar Hundert Euro erstattet. Bei der BUZ monatlich eine entsprechende Rente.
Man darf nicht den Fehler machen und mit dem Abschluß warten, bis man in Richtung des 40. Lebensjahres kommt, sondern früher einsteigen und vor allem, solange man noch keine körperlichen und geistigen Wehwehchen hat. Wenn die der Fall ist, bei der Antragstellung nichts, aber auch gar nichts verschweigen, denn verschwiegene Vorerkrankungen können zu Ärger im Versicherungsfall führen.
Liebe Grüße
Wer mit sich selbst in Frieden leben will, muss sich so akzeptieren, wie er ist.
Zitat von ginasiEine Erwerbsunfähigkeits- bzw. Berufsunfähigkeitsversicherung halte ich für wichtiger als eine Zahnzusatzvers.
In gewisser Weise hängt die Beurteilung dieser Frage damit zusammen wie risikobereit man ist. Sicher, eine Zahnzusatzversicherung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann zum tagen kommen. Im Gegensatz dazu hofft man natürlich dass Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit nie eintreten mögen und man Versicherungsleistungen in diesen Bereich nicht in Anspruch nehmen muss. Aber bei einem Blick auf dieGrundlagen der BUV kann man doch auch die Frage stellen ob man es riskieren möchte im Falle einer Berufsunfähigkeit ohne Versicherungsschutz dazustehen. Und die Zahl der Berunfs- bzw Erwerbsunfähigen ist ja nun auch wieder nicht so gering.
Es bleibt also denke ich eine Frage der Risikoabwägung. Wer nur Versicherungen abschließt die er oder sie definitiv in Anspruch wird nehmen können/müssen bleibt bei Modellen wie Zahnzusatzversicherung. Wer sich mehr gegen Risiken absichern will wird vielleicht auch ein privates Vorsorgeprodukt wählen und dies für durchaus nötig befinden.