immer wieder höre ich dass keine Verhinderungspflege beantragt wird.
Unabhängig von welcher Pflegestufe wird einmal jährlich ein Betrag in Höhe von 1510,-€ gewährt. Der Antrag ist bei der Plegekasse mit dem Antrag "Antrag auf Verhinderungspflege" vor Inanspruchnahme der Ersatzpflege einzureichen. .. die "Ersatzpflege" darf nicht verwandt oder verschwägert mit dem zu Plegenden sein.
Bei einer häuslichen Pflege, die bereits länger als 6 Monate (bis zum 30. Juni 2008: 12 Monate) andauert, ist die Inanspruchnahme einer „Verhinderungspflege“ durch eine Ersatzkraft möglich (§ 39 SGB XI)[24].
Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson infolge Krankheit, Urlaub oder sonstigen Gründen (z. B. Geburtstage, Gartenarbeit, Arzt-/Friseurbesuche, Kino, Fernsehabend) „an der Pflege gehindert ist“.
Für die Gewährung der Ersatzpflege ist es nicht nötig, dass die Pflegeperson abwesend ist.
Die Kosten werden jährlich für eine Dauer von bis zu insgesamt 4 Wochen und ab 1. Juli 2008 bis zu einem Höchstbetrag von 1510 € übernommen (vorher 1470 €).
Bei der Ersatzkraft kann es sich auch um einen professionellen Pflegedienst handeln.
Ist die Ersatzkraft mit der pflegebedürftigen Person bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert oder lebt sie im gleichen Haushalt, ist die Leistung auf den Betrag des Pflegegeldes der jeweiligen Pflegestufe begrenzt.
Tatsächliche höhere Aufwendungen müssen nachgewiesen werden, beispielsweise für die Reinigung der Pflegekleidung, Fahrtkosten, Kosten für die anderweitige Unterbringung eines Kindes während der Pflegetätigkeit, Verdienstausfall. Kosten, die der Pflegeperson durch den Arbeitsausfall im eigenen Haushalt entstehen, sind nicht erstattungsfähig (BSG, Urteil vom 6. Juni 2002, B 3 P 11/01 R).
Während der Dauer des Bezugs der Verhinderungspflege ruht der Bezug von Pflegegeld. Am ersten und letzten Tag der Verhinderungspflege wird Pflegegeld gezahlt.
Ist die Pflegeperson weniger als 8 Stunden verhindert, handelt es sich um so genannte „stundenweise Verhinderungspflege“. Dabei wird das Pflegegeld nicht gekürzt und der Zeitraum wird nicht auf die zeitliche Höchstdauer von 28 Tagen angerechnet
ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert ... Karl Marx ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht ... *** Du kannst dem Leben nicht mehr Tage geben,aber dem Tag mehr Leben... ***
in der Praxis kann das so aussehen dass einmal im Jahr eine Vertretung für ca. 1 Monat benötigt wird die dann dafür einen Pauschalbetrag von 1470,-€ erhält.
Zum Beispiel jetzt zum Jahresende hat die pflegende Person bedingt durch diverse Termine keine Zeit die nötige Pflege zu leisten. Eine nicht mit ihr verwandte oder verschwägerte Person übernimmt für 3 Wochen diese Dienste und erhält dafür 1470,-€.
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