Der dreißigjährige Sascha ist wenig begeistert, als er nach einer Augen-OP kurzfristig sein Krankenzimmer mit einer schnarchenden Oma teilen muss: Frau Ella. Als die aber gegen ihren Willen operiert werden soll, bringt Sascha sie bei Nacht und Nebel in seiner Wohnung unter. Saschas Freunde Klaus und Ute sind von dessen neuer Mitbewohnerin begeistert: Total schräg, so eine WG! Tatsächlich wird der lethargische Sascha die lebendige, aber einsame Frau Ella so schnell nicht wieder los. Klaus und Sascha nehmen sich der alten Dame an, kleiden sie neu ein, führen sie zum Essen aus und machen Ausflüge in die Sommerfrische. Alles läuft bestens - bis Saschas Freundin Lina braungebrannt aus Spanien zurückkehrt. Florian Beckerhoff hat mit „Frau Ella“ eine tolle Geschichte geschaffen, die für beinahe jede Altersklasse geeignet ist und zum Nachdenken anregt. Durch die Geschichte entwickelt man ein gewisses Verständnis für die ältere Generation und kann sich in manchen Situation recht gut in andere Menschen hineinversetzen. Liebevoll zeichnet Florian Beckerhoff seine Figuren, versieht sie mit Witz und Charme. Er zeigt auf sehr warmherzige Weise, dass es keine große Kluft zwischen Alt und Jung geben muss, und dass es nicht nur eine Lösung für ein Problem gibt. Zwei total unterschiedliche Welten treffen aufeinander und werden zu einer gemeinsamen Welt verbunden – ich habe oft geschmunzelt, aber auch manche Träne rollte mir über die Wangen.
Liebe Grüße vom Blümchen ------------------------------- Mich braucht Jeder, zumindest sagt Jeder, ich hätte ihm gerade noch gefehlt